Hans Kelsen: Curriculum vitae

 

1881 11. Oktober: Geburt in Prag als als Sohn von Adolf Kelsen (*1850 Brody in Galizien, †1907 Wien) und Auguste Löwy (*1859 Neuhaus in Böhmen, † 1950 Bled in Jugoslawien)
1884 Familie übersiedelt nach Wien
1900 9. Juli: Matura am Akademischen Gymnasium Wien
1901 Beginn des Studiums der Rechts- und Staatswissenschaften an der Universität Wien (bis 1906)
1905 10. Juni: Übertritt zum Katholizismus
1906 18. Mai: Promotion zum Dr. jur. an der Universität Wien
1908 & 1910 Studienaufenthalte in Heidelberg und Berlin
1911 9. März: Habilitation für Staatsrecht und Rechtsphilosophie an der Universität Wien
  Sommer/Herbst: Dozent für Verfassungs- und Verwaltungslehre an der Exportakademie des k.k. österreichischen Handelsmuseums in Wien sowie Aufnahme der Lehrtätigkeit als Privatdozent für Staatsrecht und Rechtsphilosophie an der Universität Wien
1912 20. Mai: Übertritt zum evangelischen Glauben (Augsburger Bekenntnis)
  25. Mai: Heirat von Hans Kelsen und Margarete Bondi (*1890 Wien, †1973 Berkeley); aus der Ehe gehen zwei Töchter hervor: Anna (Hanna) Renate (verh. Oestreicher; *1914 Wien, †2001 New York) sowie Maria Beatrice (verh. Feder) (*1915 Wien, †1994 Kensington/USA)
1914-1918 Kriegsdienst, zuletzt im Range eines Hauptmann-Auditors (u.a. im Kriegsfürsorgeamt, beim Divisionsmilitärgericht in Wien, in der Justizabteilung des k.k. Kriegsministeriums sowie als Referent des letzten k. u. k. Kriegsministers Generaloberst Stöger-Steiner)
1915 14. September: Ernennung zum (titularen) außerordentlichen Professor
1918 1. Oktober: etatmäßiger (ständiger) außerordentlicher Professor an der Universität Wien
1919 30. März: Ernennung zum Mitglied des deutschösterreichischen Verfassungsgerichtshofes
  1. August: Ordentlicher Universitätsprofessor für Staats- und Verwaltungsrecht an der Universität Wien (bis 1930)
1920 Dekan der Rechts- und staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien für das Studienjahr 1920/1921
1921 15. Juli: Wahl zum Mitglied des Verfassungsgerichtshofes nach dem B-VG 1920 auf Lebenszeit, als nebenamtliche Tätigkeit (bis 1930)
1926 Erste Vorlesung an der Académie de droit international, Den Haag
1930 „Membre de la direction“ des Institut international de droit public, Paris
  15. Februar: Beendigung der Mitgliedschaft im Verfassungsgerichtshof
  1. Oktober: Ernennung zum ordentlichen Professor für Völkerrecht an der Universität zu Köln (bis 1933)
1932 Zweite Vorlesung an der Académie de droit international, Den Haag
  1. November: Kelsen wird Dekan der Kölner Rechtswissenschaftlichen Fakultät für das Studienjahr 1932/1933 (bis 11. April 1933)
1933 13. April: Kelsen wird auf der Grundlage des „Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums“ vom 7. April 1933 mit sofortiger Wirkung von seinem Amt als Hochschullehrer beurlaubt
  18. September: Aufnahme der Professur für Völkerrecht am Institut universitaire de hautes études internationales (HEI), Genf (bis 1940)
1934 1. Januar: Kelsen wird als Professor der Universität zu Köln in den Ruhestand versetzt
1936 Oktober: Antritt des Ordinariats für Völkerrecht an der Deutschen Universität in Prag (bis 1938)
1938 Mit Ende des Wintersemesters 1937/1938: Ende der Lehrtätigkeit in Prag
1940 28. Mai: Hans und Margarete Kelsen verlassen Genf
  21. Juni: Eintreffen in New York City
  Lecturer an der Harvard Law School im Rahmen der „Oliver Wendell Holmes Lectureship“
1942 Sommer: Gastprofessor am Wellesley College, Massachusetts
  30. Juni: Gastprofessor an der University of California, Berkeley
1943 2. Juli: Lecturer in Political Science in Berkeley (bis 1945)
1945 21. Juni: Full professor am Department of Political Science in Berkeley für „International law, jurisprudence, and origin of legal institutions“ (bis 31. Oktober 1951)
  28. Juli: Verleihung der Staatsbürgerschaft der USA
1952 27. Mai: Abschiedsvorlesung in Berkeley
  Gastprofessor am HEI, Genf
1953 Dritte Vorlesung an der Académie de droit international, Den Haag
  Gastprofessor am Naval War College, Newport, Rhode Island
1973 19. April: Hans Kelsen stirbt in Orinda (nahe bei Berkeley)

 

(c) Otto Lierendahl, Köln
 
 

 

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